Sandwichplatten fürs Dach – gedämmte Dachelemente nach Maß
Sandwichplatten für das Dach verbinden eine widerstandsfähige Dacheindeckung, eine leistungsfähige Wärmedämmung und eine fertige Innenansicht in einem vorgefertigten Bauelement. Sie bestehen aus einer profilierten äußeren Stahldeckschale, einem Dämmkern aus PIR, PUR oder Mineralwolle und einer inneren Metalldeckschale.
Durch diesen mehrschichtigen Aufbau lassen sich wärmegedämmte Dachflächen schnell und wirtschaftlich herstellen. Dach-Sandwichplatten werden deshalb häufig bei Industriehallen, Lagergebäuden, Werkstätten, landwirtschaftlichen Gebäuden, Produktionshallen und gedämmten Nebengebäuden eingesetzt.
Bei Dämmcenter erhalten Sie Dach-Sandwichplatten in unterschiedlichen Kernstärken, Längen, Farben und Beschichtungen. Viele Ausführungen werden projektbezogen nach Maß gefertigt.
Wie sind Dach-Sandwichplatten aufgebaut?
Die äußere Deckschale besitzt mehrere ausgeprägte Hochsicken. Diese Profilierung erhöht die Steifigkeit der Platte und leitet Regenwasser in Richtung Traufe ab. Die innere Deckschale ist meist flacher profiliert und bildet nach der Montage eine saubere und geschlossene Deckenansicht.
Zwischen beiden Deckschalen befindet sich der Dämmkern. Dieser ist werkseitig fest mit den Stahlblechen verbunden. Dadurch entsteht ein formstabiles Paneel, das auf einer geeigneten Dachunterkonstruktion befestigt wird.
Vorteile von Dach-Sandwichplatten
- Dacheindeckung und Wärmedämmung in einem Element
- Schnelle Montage großer Dachflächen
- Weniger einzelne Arbeitsschritte als bei mehrschichtigen Dachaufbauten
- Saubere und gleichmäßige Innenansicht
- Unterschiedliche Kernstärken für verschiedene Dämmziele
- Individuelle Plattenlängen je nach Produkt und Projekt
- Verschiedene Farben und Oberflächenbeschichtungen
- Geeignet für zahlreiche Gewerbe-, Industrie- und Landwirtschaftsbauten
Dach-Sandwichplatten mit PIR- oder PUR-Kern
Dachpaneele mit PIR- oder PUR-Hartschaumkern zeichnen sich durch eine hohe Wärmedämmleistung bei vergleichsweise geringer Elementdicke aus. Der geschlossenzellige Dämmkern besitzt ein niedriges Gewicht und ermöglicht schlanke, wärmegedämmte Dachkonstruktionen.
Diese Ausführung eignet sich besonders für beheizte oder temperierte Gebäude, bei denen Wärmeverluste über die Dachfläche reduziert werden sollen. Typische Einsatzbereiche sind Werkstätten, Lagerhallen, Produktionsgebäude, Verkaufsflächen und Gewerbehallen.
Vorteile von PIR- und PUR-Dachplatten:
- Hohe Wärmedämmleistung
- Vergleichsweise geringe Paneeldicke
- Niedriges Eigengewicht
- Einfache Handhabung auf der Baustelle
- Große Auswahl an Kernstärken und Beschichtungen
- Geeignet für lange und zusammenhängende Dachflächen
PIR besitzt im Vergleich zu herkömmlichem PUR grundsätzlich ein verbessertes Verhalten bei hohen Temperaturen. Die konkrete Brandklassifizierung muss jedoch immer anhand der technischen Unterlagen des ausgewählten Dachpaneels geprüft werden.
Dach-Sandwichplatten mit Mineralwollkern
Sandwichplatten mit Mineralwollkern werden häufig bei Gebäuden eingesetzt, in denen erhöhte Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz oder die Schalldämmung bestehen. Der Dämmkern besteht aus verdichteter Mineralwolle beziehungsweise basaltischer Steinwolle.
Die faserige Struktur kann Schall aufnehmen und eignet sich daher beispielsweise für Produktionshallen, Werkstätten, Maschinengebäude und technische Betriebsbereiche.
Mineralwoll-Dachelemente sind in der Regel schwerer als vergleichbare PIR- oder PUR-Platten. Das höhere Elementgewicht muss sowohl bei der Auslegung der Unterkonstruktion als auch bei Transport, Entladung und Montage berücksichtigt werden.
PIR/PUR oder Mineralwolle für das Dach?
Welcher Dämmkern besser geeignet ist, hängt von den Anforderungen des Gebäudes ab:
- Wärmedämmung bei geringer Aufbauhöhe: Häufig bieten PIR- oder PUR-Dachplatten Vorteile.
- Niedriges Gewicht: Hartschaumelemente sind meist leichter und einfacher zu handhaben.
- Erhöhte Brandschutzanforderungen: Hier kommen häufig Mineralwoll-Dachplatten zum Einsatz.
- Verbesserte Schallabsorption: Mineralwolle kann bei lärmintensiven Gebäuden vorteilhaft sein.
Bei der Entscheidung sollten nicht nur der Dämmkern und der Preis betrachtet werden. Auch Plattenlänge, Auflagerabstände, Tragfähigkeit, Dachneigung und das benötigte Zubehör sind wichtige Faktoren.
Welche Kernstärke ist für ein Sandwichplattendach sinnvoll?
Die benötigte Dämmstärke richtet sich nach der späteren Gebäudenutzung. Für ein unbeheiztes Lager oder eine Maschinenhalle kann eine andere Kernstärke ausreichend sein als für eine dauerhaft beheizte Werkstatt, eine Produktionshalle oder einen temperaturgeführten Bereich.
Mit zunehmender Kernstärke verbessert sich grundsätzlich die Wärmedämmung. Der konkrete U-Wert muss jedoch den technischen Daten des jeweiligen Paneels entnommen werden. Werte unterschiedlicher Dämmstoffe sollten nicht allein anhand der Millimeterangabe miteinander verglichen werden.
Dachneigung und Wasserführung
Dach-Sandwichplatten benötigen eine ausreichende Dachneigung, damit Niederschlagswasser zuverlässig ablaufen kann. Die zulässige Mindestdachneigung richtet sich nach dem ausgewählten Plattensystem, der Dachlänge und der Frage, ob Querüberlappungen oder Dachöffnungen vorhanden sind.
Bei sehr flachen Dachneigungen, Durchdringungen oder längs geteilten Dachflächen ist eine besonders sorgfältige Planung der Abdichtung erforderlich. Maßgeblich sind die Montagevorgaben des jeweiligen Herstellers.
Spannweite, Schnee- und Windlast
Die zulässige Spannweite einer Dach-Sandwichplatte hängt unter anderem von der Kernstärke, der Blechdicke, der Profilierung, der Plattenlänge und den auftretenden Belastungen ab.
Zu berücksichtigen sind insbesondere:
- Abstand zwischen den Dachpfetten
- Regionale Schneelast
- Winddruck und Windsog
- Gebäudehöhe und Gebäudelage
- Dachneigung und Dachform
- Zusätzliche Lasten durch Photovoltaik, Haustechnik oder Wartungswege
Die Auswahl der Platten und Befestigungsmittel sollte auf Grundlage einer statischen Berechnung beziehungsweise der gültigen Belastungstabellen erfolgen.
Sandwichplatten in individueller Länge
Viele Dachpaneele können in projektbezogenen Längen gefertigt werden. Möglichst durchgehende Elemente reduzieren die Anzahl der Querüberlappungen und können die Montage vereinfachen.
Sehr lange Platten stellen jedoch höhere Anforderungen an Transport, Entladung, Lagerung und Montage. Es muss sichergestellt werden, dass die Elemente beim Anheben nicht knicken oder beschädigt werden. Auch die Zufahrt und die Entlademöglichkeiten an der Baustelle sollten vor der Bestellung geprüft werden.
Querüberlappungen und Rückschnitt
Kann die gesamte Dachlänge nicht mit einer durchgehenden Platte abgedeckt werden, müssen Dachpaneele gegebenenfalls in Gefällerichtung miteinander verbunden werden. Hierfür kann ein werkseitiger Rückschnitt des Dämmkerns erforderlich sein.
Die obere Deckschale wird dabei über das darunterliegende Element geführt. Überlappungslänge, Dichtung und Befestigung müssen passend zum jeweiligen System ausgeführt werden.
Das passende Zubehör für Dach-Sandwichplatten
Für ein dauerhaft funktionierendes Dach werden neben den Sandwichplatten weitere Systemkomponenten benötigt:
- Sandwichpaneelschrauben für Holz- oder Stahlunterkonstruktionen
- Überlappungs- und Verbindungsschrauben
- Kalotten oder geeignete Lastverteiler, sofern vorgesehen
- Dichtbänder und zugelassene Dichtstoffe
- Profilfüller und Sickenfüller
- Firstbleche
- Ortgangbleche
- Trauf- und Tropfbleche
- Wandanschlussbleche
- Abdeckprofile für Übergänge und Stoßbereiche
Die Kantteile sollten zur Profilgeometrie, Farbe und Beschichtung der Dachpaneele passen. Besonders First, Traufe, Ortgang und Wandanschlüsse müssen sorgfältig ausgeführt werden, damit kein Wasser in den Dämmkern oder in die Dachkonstruktion eindringen kann.
Welche Angaben werden für ein Angebot benötigt?
Damit wir die geeigneten Dach-Sandwichplatten für Ihr Projekt auswählen können, sind folgende Angaben hilfreich:
- Länge und Breite der Dachfläche
- Dachneigung
- Abstände der vorhandenen Dachpfetten
- Material der Unterkonstruktion
- Gewünschte Kernstärke
- Geplante Nutzung und Beheizung des Gebäudes
- Gewünschte Farbe und Beschichtung
- Standort des Bauvorhabens
- Vorhandene Dachöffnungen oder Durchdringungen
- Benötigte Kantteile und Befestigungsmittel
Dämmcenter unterstützt Sie bei der Zusammenstellung der passenden Dachpaneele und Zubehörteile. Die statische und brandschutztechnische Freigabe muss bei entsprechend relevanten Bauvorhaben durch die zuständigen Fachplaner erfolgen.
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